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Gebührenordnung

Unter diesem Menüpunkt sind Informationen über die Festsetzung der Gebühren, die das Ausmass der Gebühren beeinflussenden Faktoren, die Kosten der Dienstleistungen, die angewendeten Gebührenordnungen, das staatliche Gebührensubventionssystem und die Umweltbelastungsgebühr.



Von wem und wann werden die Gebühren festgesetzt?

In Ungarn werden die Wasser- und Kanalgebühren von den Besitzern der öffentlichen Wasserversorgungsbetriebe festgesetzt.

Die öffentlichen Wasserversorgungseinrichtungen sind im Besitz des ungarischen Staates und der Selbstverwaltungen und werden im Rahmen von verschiedenen Verträgen von der Gesellschaft TRW geschl. AG. in Betrieb gehalten. Der Betrieb von in staatlichem Besitz befindlichen öffentlichen Wasserversorgungseinrichtungen wird von der Gesellschaft anhand langfristiger Vermögensverwaltungsverträge verrichtet, wobei die im Besitz der Selbstverwaltungen befindlichen öffentlichen Wasserversorgungseinrichtungen von der Gesellschaft TRW geschl. AG. gemäss Konzessions- oder Betriebsverträgen betrieben werden.

Für Siedlungen mit in staatlichem Besitz befindlichen öffentlichen Wasserversorgungsbetrieben werden die Gebühren vom Ministerium für Umweltschutz und Wasserwesen als für Bestimmung der Abgaben zuständige Behörde festgesetzt.

In Siedlungen mit im Besitz der Selbstverwaltungen befindlichen öffentlichen Wasserversorgungsbetrieben ist die für Bestimmung der Abgaben zuständige Behörde der Abgeordnetenstand der betreffenden Selbstverwaltung, der die Gebühren unter Beachtung der Daten und Vorschläge des Betreibers, jedoch mit selbständiger Befugnis festsetzt.

Die vom 1. Januar bis zum 31. Dezember gültigen Gebühren werden von den Besitzern der öffentlichen Wasserversorgungsbetriebe spätestens bis zum 31. Dezember vorigen Jahres festgesetzt. Das Ausmass der von Einzelverbrauchern zu bezahlenden Gebühren kann von der staatlichen Zuwendung als Hilfeleistung zur Gebührenzahlung beeinflusst werden.

Obwohl die Wasser- und Kanalgebühren für einen Zeitraum von 1 Jahr bestimmt werden, kann sich die Kostenstruktur sogar binnen eines Jahres mehrmals ändern.

Warum soviel?

Die das Ausmass der Gebühren beeinflussenden Faktoren:

Die das Ausmass der Gebühren beeinflussenden Faktoren können in verschiedene Gruppen geteilt werden, so können wir von technischen Gegebenheiten, örtlichen Gegebenheiten, aber auch von ökonomischen und rechtlichen Gegebenheiten sprechen. Diese drei Gruppen der Faktoren sind eigentlich unabhängig vom Betreiber, auch im Falle von anderem Betreiber würden sie ähnliche Bedingungen bei der Bestimmung der Gebühren stellen. Unter den technischen Gegebenheiten wird z. B. die Qualität der zur Verfügung stehenden Wasserbasen verstanden, die auch die Klärungstechnologie bestimmt, ein weiterer wichtiger Ansatzpunkt ist aber die Distanz der einzelnen Wasserbasen ebenfalls, die den Energie- und Materialbedarf der Wasserbehandlung und -Verteilung in grossem Masse beeinflusst. Dominante Faktoren unter den örtlichen Gegebenheiten sind wie folgt: das Relief, die Anzahl der Einwohner der betreffenden Siedlung, die Saisonalität, d. h. die Befriedigung von unterschiedlichen Mengenansprüchen binnen des gegebenen Jahres. Den oben dargelegten Faktoren entsprechend beziehen sich auch die ökonomischen und rechtlichen Gegebenheiten wie Rechtsnormen, öffentliche Abgaben, Steuern, usw. auf sämtliche Dientleistungsträger einheitlich.

Die das Ausmass der Gebühren beeinflussenden Faktoren werden noch einer Gruppe zugeteilt, die sich aber schon je Denstleistungsträger unterscheidet. Diese Gruppe wird als Dienstleistungsqualität bezeichnet. Zu dieser Gruppe gehören z. B. die Regelmässigkeit von Wartungen und Instandhaltungen, die Schnelligkeit der Behebung von Betriebsstörungen, die Effektivität des Kundendienstes, die Sicherheit der Dienstleistungen, die Ausbildung und Einsatzbereitschaft des Fachpersonals. Obwohl die vorhin erwähnten Faktoren das Ausmass der Gebühren in kleinstem Masse beeinflussen, sind jedoch diese die wichtigsten bezüglich der Zufriedenheit der Kunden!

Wofür wird das Geld von den Gebühren aufgewendet?

Wasserversorgung und Kanalisation sind zu den Dienstleistungen zu zählen, die immer nachbezahlt werden.

Zur Gewinnung, Behandlung, Beförderung des Wassers bzw. zur Ableitung und Entsorgung des Abwassers sind Wassereinrichtungen, Rohrnetze sowie Kläranlagen zu betreiben.

Zum Betrieb der Maschinen und Vorrichtungen ist die wohl abgestimmte Zusammenarbeit von computergesteuerten Systemen und ausgebildeter Fachkraft erforderlich.

Zum durchlaufenden Betrieb der Systeme muss eine bedeutende Energiemenge (Elektrizität, Gas, Öl, usw.) sichergestellt werden.

Die Bauobjekte müssen instand gehalten und zu gewissen Zeiten auch renoviert werden, was Facharbeiter, moderne Maschinen und Materialien benötigt.

Die Qualität des Wassers muss durchgehends kontrolliert werden, damit es den strengen Vorschriften entspricht.

Die beim Betrieb entstehenden Störungen (z. B. Rohrbrüche) müssen schnellstmöglich behoben werden, wozu ein 24-Stunden-Kundendienst und eine Störungsbehebungsmannschaft unterhalten werden müssen.

Die Menge des verbrauchten Wassers muss exakt gemessen werden. Die Anschlusswassermesser sind vierjährlich kalibrieren zu lassen. Anhand der Messungen sind den Verbrauchern Rechnungen auszustellen und zuzusenden.

Bei den Kundendienststellen muss für die schnelle und präzise Abwicklung der Kundenangelegenheiten (Vertragsschluss, Wassermesserüberschreibung, Reklamationsbehandlung, usw.) gesogt werden.

Eine wohl agierende öffentliche Wasserversorgungsgesellschaft muss auch mit der Modernisierung Schritt halten, so müssen Kosten der Forschung und Entwicklung ebenfalls in die Gebühren eingebaut werden.

Kosten der Dienstleistungen

Bei der Trinkwasserversorgung und der Abwasserableitung tauchen zahlreiche Kosten auf, die unabhängig vom Verbrauch sind, so müssen diese Ausgaben vom Dienstleistungsträger auch in dem Falle getragen werden, wenn kein einziger Tropfen Wasser verbraucht wird. Diese Ausgaben werden unter dem Namen Fixkosten zusammengefasst. Zu diesen Ausgaben gehören z. B. die Kosten der zweks des sicheren Betriebes verrichteten Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten, die durchlaufende Kontrolle der Wasserqualität, die Kosten der vierjährlichen Kalibration der Wassermesser oder auch die Arbeitslöhne und Lohnfolgekosten der Mitarbeiter unserer Kundendienststellen.

Bezüglich der Dienstleistungen der öffentlichen Wasserversorgung tauchen auch Kosten auf, die anhand der gewonnenen und ins Versorgungsnetz gelieferten Trinkwasser- bzw. der abgeleiteten und geklärten Abwassermenge bestimmt werden. Die variablen Kosten sind in Abhängigkeit des Ausmasses des Wasserverbrauches zu kalkulieren. Solche Kosten sind z. B. die Energiekosten der Wasserbeförderungspumpen, die Materialkosten der bei der Trinkwasser- und Abwasserklärung angewendeten Chemikalien oder eben die der gewonnenen Wassermenge nach dem Staat zu bezahlende sogenannte Wasservorratsabgabe.

Bei den Dienstleistungen der öffentlichen Wasserversorgung betragen die Fixkosten etwa 70% des Gesamtaufwandes, wobei der verbrauchsabhängige variable Teil 30% ausmacht. Dieses Grössenverhältnis ist auch für die Dienstleistungen der Gesellschaft TRW geschl. AG bezeichnend.

Gebührenordnung mit einem Faktor – mit zwei Faktoren

Auf dem Zuständigkeitsbereich der Gesellschaft TRW geschl. AG werden bei der Verrechnung die sogenannte Einfaktor-Gebührenordnung bzw. die sogenannte Zweifaktoren-Gebührenordnung angewendet.

Bei der Gebührenordnung mit einem Faktor ist der Gegenwert der Dienstleistungen in der anhand des kubikmeterverhältlichen Verbrauches berechneten Wasser- bzw. Kanalgebühr enthalten.

Der Kernpunkt der Gebührenordnung mit zwei Faktoren ist es, dass sich der zu bezahlende Rechnungsbetrag aus den verbrauchsunabhängigen fixen monatlichen Dienstleistungsgrundgebühren und den verbrauchsbezogenen kubikmeterverhältlichen variablen Wasserverbrauchs- und Kanalgebühren zusammensetzt.

Auf unserem Wirkungsbereich wird hinsichtlich der Trinkwasserversorgung in 139 Siedlungen die Einfaktor- und in 213 Siedungen die Zweifaktoren-Gebührenordnung angewendet. Bezüglich der Kanalisationsdienstleistungen werden die Rechnungen in 65 Siedlungen der Einfaktor- und in 81 Siedlungen der Zweifaktoren-Gebührenordnung nach augestellt.

Die Gesellschaft TRW geschl. AG einschliesslich haben sich die unter Aufsicht des Ministeriums für Umweltschutz und Wasserwesen agierenden, Wasserversorgungs- und Kanalisationsdientleistungen anbietenden Aktiengesellschaften dem Bescheid des Fachministers nach bei den Siedlungen mit in staatlichem Besitz befindlichen öffentlichen Wasserversorgungsbetrieben am 1. Januar 2005 auf die Anwendung der Zweifaktoren-Gebührenordnung umgestellt.

Mit ihren Tätigkeiten auf dem Bereich von Trinkwasserversorgung und Abwasserableitung bietet die Gesellschaft TRW geschl. AG ihren Verbrauchern Dienstleistungen an, die an jedem Tag des Jahres jederzeit in Anspruch werden können. Die Kosten der Verfügbarkeit dieser Dienstleitungen sind bei der Einfaktor-Gebührenordnung in der anhand der verbrauchten Wassermenge zu bezahlenden kubikmeterverhältlichen Wassergebühr inbegriffen.

Die Kosten der Verfügbarkeit sind auch in dem Falle beträchtlich, wenn der betreffende Kunde sogar über mehrere Monate kein Wasser verbraucht. Wegen der Eigenarten der Gebührenordnung mit einem Faktor leisten die die Dienstleistungen saisonal beanspruchenden Verbraucher einen kleineren Beitrag zu den je Verbrauchsstelle entstehenden gleichmässigen Fixkosten der Dienstleistungsverfügbarkeit.

Zwecks der besser verteilten gesellschaftlichen Kostentragung haben sich zahlreiche Selbstverwaltungen auf unserem Zuständigkeitsbereich bzw. mehrere von den nicht staatlichen Dienstleistungsträgern im ganzen Lande schon früher auf die Anwendung der Zweifaktoren-Gebührenordnung umgestellt.

Im Falle der Gebührenordnung mit zwei Faktoren haben alle Verbraucher die Grundgebühr unabhängig davon zu zahlen, ob die Dienstleistung im betreffenden Zeitraum in Anspruch genommen wurde oder nicht. Mit dieser Grundgebühr ist die verhältnismässige Verteilung der Instandhaltungskosten der öffentlichen Wasserversorgungseinrichtungen unter den Verbrauchern erzielt. Die andere Komponente der Rechnung ist die variable Gebühr, die der Quantität der in Anspruch genommenen Dienstleistung zu zahlen ist.

Klicken Sie hier, bitte, um unsere früher ausgegebenen Informationsmaterialien über die Einführung der Zweifaktoren-Gebührenordnung lesen zu können. (in herunterladbarer, ausdruckbarer Version)

Staatliches Zuwendungssystem als Hilfeleistung zur Gebührenzahlung

Anhand der von den Selbstverwaltungen eingereichten Ansprüche gewährt der Staat Zuwendung als Hilfeleistung zur Gebührenzahlung für Einzelverbraucher in den Siedlungen, wo die Kosten der Dienstleistungen der öffentlichen Wasserversorgung einen bestimmten Schwellenwert übersteigen. Das Gesetz über das jährliche Staatsbudget bestimmt jedes Jahr das Ausmass der auf Landesebene zu diesem Zwecke aufwendbaren Summe, die zwar eine degressive Tendenz aufweist, jedoch die von den Einzelverbrauchern zu bezahlenden Gebühren verringert.

Der zuwendungspflichtige Schwellenwert wird anhand des Antrages des Portefeuilleausschusses (Tárcaközi Bizottság) von der betreffenden Ministerialverordnung unter Berücksichtgung der Zuwendungsansprüche und des zur Verfügung stehenden Zuwendungsbetrages festgesetzt.

Umweltbelastungs- / Wasserbelastungsgebühr

Mit dem fachgerechten Betrieb der übertragenen Abwasserableitungs- und -Kläranlagen können die Dienstleistungsträger der öffentlichen Wasserversorgung die Belastung unserer Naturwässer vermindern, die Wasserqualität unseres Wasserschatzes bewahren und unsere Wasserbasen schützen, somit verrichten sie eine der wichtisten Umweltschtzaufgaben im ganzen Lande.

Mangels der vollständigen Abwasserklärung gelangen jedoch weiterhin einige umweltschädliche Stoffe in unsere Naturwässer. Zum Aufhalt dieses Prozesses hat der Staat die Ausführbarkeit der Investitionen zur weiteren Verminderung der Belastungen untersucht und folglich die etappenmässige Einführung der Umweltbelastungsgebühren einschliesslich Wasserbelastungsgebühr beschlossen. Anhand des Prinzips „der Verschmutzer zahlt” sorgt diese den Schutz der natürlichen Umwelt fördernde Massnahme für die verhältnismässige Verteilung der belastungsbezogenen Kosten zwischen dem Staat und den Umweltbenutzern.

Die Wasserbelastungsgebühr in der von der Gesellschaft TRW geschl. AG ausgestellten Rechnung ist in der Dienstleistungsgebühr nicht inbegriffen.

Gemäss Gesetz Nr. LXXXIX. vom Jahre 2003 wird in den mit Kanalisationsdienstleistungen versorgten Siedlungen die in der Wassergebührrechnung in besonderer Zeile angegebene kubikmeterverhältliche Wasserbelastungsgebühr von den Verbrauchern von der Gesellschaft TRW geschl. AG eingenommen. Im Jahre 2007 wird diese Summe 80 % der dem oben genannten Gesetz nach berechneten Gebühr, wobei das Ausmass der Gebührenzahlungspflicht 100 % erst im Jahre 2008 erreichen wird.

Die von den die öffentlichen Wasserversorgungseinrichtungen betreibenden Dienstleistungsträgern erhobene Wasserbelastungsgebühr wird ins Staatsbudget eingezahlt. Diese Summe wird vom Staat zu Umweltschutzinvestitionen und technologischen Entwicklungen aufgewendet, die die Qualität unserer Umwelt langfristig verbessern.

Verbraucher, die ans technisch zur Verfügung stehende öffentliche Kanalnetz keinen Anschluss errichten lassen, haben Bodenbelastungsgebühr zu zahlen. Diese Gebühr wird von den zuständigen Selbstverwaltungen eingezogen.





erstellt von Wildom