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Wasserverbrauchsmessung

Unter diesem Menüpunkt sind Informationen über die Wasserverbrauchsmessung, die Wassermessertypen, das Ablesungsverfahren sowie die Giesswasser-Ermässigung zusammengefasst.


Das Wasser ist einer unserer wertvollsten Naturschätze,unserbedeutendstes Lebenselement. Die Verfolgung seineralltäglichenBenutzung und seines alltäglichen Verbrauches bzw. daskorrekte Messenist wichtiges Interesse des Dienstleistungsträgers unddes Kundenebenfalls.



Begriffserklärung

Trinkwassermesser: Unter Trinkwassermesser versteht sich das ins Trinkwassernetz eingebaute, zur Bestimmung der Menge des strömenden Wassers dienende kalibrierte Messgerät gemäss Gesetz XLV. vom Jahre 1991 über das Messungswesen (wie z. B. Apparat, Instrument, Anlage, Vorrichtung) einschlieslich all seine Zubehöre.

Anschlusswassermesser: Unter Anschlusswassermesser versteht sich der zur Bestimmung der verbrauchten Wassermenge der ans Wasserversorgungsnetz angeschlossenen Immobilien dienende, am Endpunkt der Anschlussleitung installierte Wassermesser.

Nebenwassermesser: Unter Nebenwassermesser versteht sich der nach dem Anschlusswassermesser installierte, zur Messung des besonderen Wasserverbrauches dienende Wassermesser.

Zuführungsnetz-Wassermesser: Unter Zuführungsnetz-Wassermesser verstehen sich die direkt an Zuführungsnetz-Verbrauchsstellen, unter anderen an öffentliche Auslaufstellen, Feuerhahnen, usw. installierten Wassermesser.

Leistungsstelle: Unter Leistungsstelle versteht sich der an der Verbraucherseite befindliche Endpunkt der Trinkwasser-Anschlussleitung, der nach dem Anschlusswassermesser bis zum an der Wassermesserseite befindlichen Anschlusspunkt der an der Wassermessungsstelle eingebauten Verschlussarmatur oder mangels dieser Armatur bis zum Ende des Leitungsabschnittes mit einer Länge von 10 cm nach dem Wassermesser reicht.

Aufgaben bezüglich des Betriebes von Anschlusswassermesser und Nebenwassermessern

Jedes ans Wasserversorgungssystem angeschlossenes Grundstück verfügt über einen Haupt-, den sogenannten Anchlusswassermesser. Der Anschlusswassermesser bildet einen Teil des öffentlichen Wasserversorgungsnetzes und ist im Besitz des Staates oder der betreffenden Selbstverwaltung. Der Dienstleistungsträger ist verpflichtet, die Anschlusswassermesser vierjährlich kalibrieren zu lassen.

In immer mehr Gemeinschaftshäusern werden sogenannte Nebenwassermesser zur Ermittlung des Wasserverbrauches der einzelnen Wohnungen und der gemeinschaftlichen Wasserstellen eingebaut. Die in den Wohnungen installierten Nebenwassermesser sind im Besitz des Benutzers des Objektes, dementsprechend hat der Besitzer selbst für die Wartung, die Instandhaltung, den Wechsel bzw. die Kalibration dieser Wassermesser zu sorgen. Die Kalibration der zur kundenspezifischen Verbrauchsermittlung gebrauchten Nebenwassermesser wurde von der Behörde für Wasserwesen für sechs Jahre bestimmt.

Die Gültigkeit der Kalibration des Wassermessers lässt sich vom Datum an der Plombe (Siegelverschluss) ablesen. An der Plombe steht das Jahr der Kalibration des Wassermessers. Die Gültigkeit des Anschlusswassermessers verfällt am 31. Dezember vierten Jahres nach dem Datum an der Plombe, im Falle von Nebenwassermessern verfällt sie am Ende des sechsten Jahres nach dem an der Plobe befindlichen Datum. Der Verbraucher haftet für die Unversehrtheit der von der Ungarischen Handelsgenehmigungsbehörde (Magyar Kereskedelmi Engedélyezési Hivatal – MKEH), früher Ungarische Genehmigungsbehörde für Messungswesen (Országos Mérésügyi Hivatal – OMH) genannt, und den Wasserversorgungsbetrieben angelegten Banderolen (Plomben).

Die regelmässige Überprüfung des Wassermessers ist ein wichtiges Interesse des Verbrauchers, um eventuelle Wassermesserbeschädigungen und davon ergebende Schäden so schnell wie möglich erkennen un beheben zu können.

Der Besitzer, Benutzer, Mieter des Grundstückes hat für den Schutz des Wassermessers vor Frost und anderen Schäden sowie für die Zugänglichkeit und Sauberkeit des Wassermesserbrunnens bzw. der Wassermessungsstelle zu sorgen.

Der Verbraucher ist verpflichtet, den Dienstleistungsträger vom unregelmässigen Betrieb des Wassermssers unverzüglich zu verständigen. Wird die Richtigkeit des Betriebes des Wassermessers vom Verbraucher in Zweifel gezogen, so kann er mit Bevorschussen der betreffenden Kosten dem Dienstleistungsträger einen Auftrag zur besonderen Überprüfung und Kalibration des Gerätes geben. Wird es bei der Kontrolle festgestellt, dass die Funktionsstörung des Wassermessers zwischen die Leistungsfehlergrenzen mit einem Ausmass von + / - 2% fällt, so ist der Berieb des Wassermessers in messungstechnischer Hinsicht nicht zu beanstanden.

Zusätzliche Informationen über den Betrieb der Nebenwassermesser

Der Einbau von Nebenwassermessern in einem Gemeinschaftshaus dient dem Interesse aller Wohnungsbesitzer. Zur vollständigen Ausstattung eines Gemeinschaftshauses mit Nebenwassermessern ist der eindeutige Beschluss der Wohngemeinschaft eerforderlich. Die Gesellschaft TRW geschl. AG verrichtet die Inbetriebsetzung einzelner Wassermesser (Verbrauchsstellen) bzw. das Plombieren dieser Wassermesser nur in dem Falle, wenn sie bereits fachgerecht eingebaut worden sind. Zur Messung des Gesamtverbrauches innerhalb einer Wohnung ist von der Konstruktion des Hauses abhängig im Allgemeinen der Einbau von 1-2 oder gegebenenfalls sogar von mehreren Wassermessern nötig.

Auch im Falle von vollständiger Ausstattung eines Gemeinschaftshauses mit Nebenwassermessern ist die Gesellschaft TRW geschl. AG zum Gegenwert der über den Anschlusshauptmesser gelieferten Wassermenge berechtigt.

Im Falle der nicht vollständigen Ausstattung der Gemeinschaftshäuser mit Nebenwassermessern dienen die in den enzelnen Wohnungen eingebauten Wassermesser zur Aufteilung der Kosten. Die Anwendung dieser Geräte zur Aufteilung der Kosten bedeutet, dass die Bewohner selbst ihren eigenen Verbrauch messen können, wobei aber die Rechnung nicht je Wohnung ausgestellt wird. Der Gesamtwasserverbrauch des Gemeinschaftshauses wird von den Bewohnern im Verhältnis der von den Nebenwassermessern abgelesenen einzelnen Verbrauchsmengen geteilt, so wird von der Ausstattung des Gemeinschaftshauses mit Nebenwassermessern die Aufteilung des Gesamtwasserverbrauches des Hauses je Wohnung ermöglicht.

In diesem Falle wird der Betrag der fürs Gemeinschaftshaus ausgestellten Rechnung über die Wassergebühr anhand der vom Anschlusshauptmesser abgelesenen Verbrauchsmenge bestimmt.

Zusammenhang von Anschlusswassermessern und Nebenwassermessern bei Gemeinschaftshäusern

Zwischen der Gesellschaft TRW geschl. AG un den zu ihrem Versorgungsbereich gehörenden Gemeinschftshäusern erwächt zu gewissen Zeiter immer wieder das umstrittene Problem bezüglich Wassergebührschulden, die auf den Zusamenhang von Anschlusswassermesser (im Weiteren: Hauptwassermesser) und Nebenwassermessern zurückzuführen sind. Ein Teil der Verbraucher nimmt nicht zur Kenntnis, dass zwischen den vom Hauptwassermesser und den Nebenwassermessern bestimmten Verbrauchsmengen eine Differenz ausgewiesen werden kann. Sie denken, dass sie mit der Ausgleichung des Gegenwertes der über den eigenen Nebenmesser verbrauchten Wassermenge ihrer Verpflichtung nachgekommen sind und zur Bezahlung zusätzlicher Kosten nicht gezwungen werden können.

Obwohl die Aufteilung dieses Unterschiedes innerhalb der Wohngemeinschaft keine direkte Aufgabe der Gesellschaft TRW geschl. AG ist, kraft des gemeinsamen Interesses und bei Bedarf leisten wir gerne unsere Hilfe zur Klärung der Probleme.

Es wird von der Regierungsverordnung Nr. 38/1985. (IV.5.) festgelegt, dass der Dienstleistungsträger auch im Falle von Einbau von Nebenwassermessern zum Gegenwert der über den Anschlusshauptmesser gelieferten Wassermenge berechtigt ist:

"… hinsichtlich der auf dem Grundstück verbrauchten Wassermenge ist der vom Anschlusswassermesser abgelesene Wert massgebend. Den Gegenwert des aus der Messungsdifferenz zwischen dem Anschlusswassermesser und den zur Ermittlung von besonderen Wasserverbrauchsmengen dienenden Nebenwassermessern ergebenden Verbrauchsunterschiedes hat die zum Anschlusswassermesser gehörende Wohngemeinschaft dem Dienstleistungsträger zu bezahlen."

Dementsprechend dienen die Nebenwassermesser zur Ermittlung der von den einzelnen Mitinhabern verbrauchten Wassermenge, jedoch entbinden sie die Wohngemeinschaft nicht von der Pflicht der Ausgleichung des Gegenwertes der Messungsdifferenz.

Desweiteren möchte die Gesellschaft TRW geschl. AG die Betreffenden darauf aufmerksam machen, dass die Verrechnung des Verbrauchsunterschiedes zwischen dem Hauptwassermesser und den Nebenwassermessern zu Lasten der Wohngemeinschaft nicht nur von der oben angeführten Regierungsverordnung begründet ist, sondern vom Absatz Nr. 2.3 des Leistungsvertrags sowie vom Beschluss Nr. 724/B/1998 des Verfassungsgerichts gleicherweie geregelt ist.

Messung des besonderen Giesswasserverbrauches

Laut der Regierungsverordnung Nr. 30/2004 (II.28) sind die Verbraucher zur besonderen Messung des Giesswasserverbrauches berechtigt, wobei nach der zum Giessen verbrauchten Wassermenge keine Kanalbenutzungsgebühr berechnet werden kann.

Die über die besondere Messungsstelle verbrauchte Wassermenge kann ausschliesslich zum Giessen benutzt werden. Für die betreffende Verbrauchsstelle kann nur einerlei Ermässigung beansprucht werden (entweder prozentuale Giesswasserermässigung oder besonderer Wassermesser zum Giesswasserverbrauch).

Die Kosten der Planung, Ausgestaltung, Inbetriebsetzung und Überprüfung der zum besonderen Messen des Giesswasserverbrauches dienenden Messungsstelle sowie die der Übernahme, Wartung und Instandshaltung des Nebenwassermessers sind vom Verbraucher zu tragen.

Giesswasserermässigung

Die Giesswasserermässigung ist eine quantitative Korrektion, die für einen bestimmten Zeitraum bei der Verrechnung der Kanalbenutzungsgebühr in Anspruch genommen werden kann. Korrektion zum Giesswasserverbrauch kann ausschliesslich auf die vom Anschlusswassermesser (Hauptwassermesser) abgelesene Wassermenge gewährt werden. Auf die von besonderen Messgeräten (Nebenwassermesser) abgelesenen Wassermengen kann keine Korrektion gegeben werden.

Aussmass der Ermässigung bei in staatlichem Besitz befindlichen öffentlichen Wasserversorungseinrichtungen beträgt 10% für den Zeitraum vom 1. Mai bis zum 30. September. Im Falle von im Besitz von Selbstverwaltungen befindlichen öffentlichen Wasserversorungseinrichtungen werden Ausmass und Gültigkeitszeitraum der Ermässigung vom Beschluss des Abgeordnetenstandes der einzelnen Selbstverwaltungen über die anzuwendenden Dienstleistungstarife geregelt.

Ablauffrist für Anspruchsanmeldungen bezüglich der Giesswasserermässigung von 10% bei öffentlichen Wasserversorungseinrichtungen in staatlichem Besitz: spätestens bis zum 15. April des aktuellen Jahres. Im Falle von im Besitz von Selbstverwaltungen befindlichen öffentlichen Wasserversorungseinrichtungen kann diese Fristzeit unterschiedlich sein, so bitten wir Sie höflichst, sich bei den zuständigen Kundendienstbüros informieren zu lassen.

Die die prozentuale Giesswasserermässigung beanspruchenden Verbraucher können direkt vor der Ermässigungsperiode (20-30. April) und in den Tagen nach diesem Zeitraum (1-10. Oktober) ihren Wassermesserstand anmelden, damit die Ermässigung auf die im gültigen Zeitraum tatsächlich verbrauchte Wassermenge verrechnet wird. Mangels der Anmeldung des Wassermesserstandes wird die Ermässigung von unserer Gesellschaft für den auf die Giessperiode fallenden Teil des jährlichen Durchschnittsverbrauches berechnet.




erstellt von Wildom